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Skoda fährt in Warschauer U-Bahn ein

Nach einem über zwei Jahre andauernden Hauen und Stechen um den großen Kontrakt zur Lieferung von Zügen für die Warschauer U-Bahn ist jetzt die Entscheidung gefallen. Den Zuschlag hat jetzt der tschechischer Hersteller Skoda erhalten.Dabei handelt es sich aber nicht um den Auto-Hersteller, sondern um Skoda Transportation aus Pilsen. Geschichtsbedingt trägt das Unternehmen den gleichen Namen wie der Auto-Hersteller, hat aber nichts mit ihm zu tun.

Der Auftrag umfasst die Lieferung von 37 Zügen, die die Warschauer Metro dringend im Zusammenhang mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie II benötigt.Die Ausschreibung in Warschau war eine der größten in Europa. In dem langjährigen Ringen um den Auftrag hat das Gericht die Proteste der beiden Mitbewerber – Siemens-NEWAG und Stadler – abgewiesen.

Skoda hatte für die Übernahme des Auftrags mit 1,3 Mrd. Zloty nicht nur den niedrigsten Preis geboten. Das Unternehmen punktete auch mit anderen Parametern, zu denen u.a. die Zeit-Intervalle zwischen den technischen Durchsichten gehören. Genau dagegen hatten Siemens-NEWAG und Stadler zuerst ihre Einsprüche eingelegt. Skoda hatte angegeben, das es erst nach 45 Jahren zu ersten Haupt-Reparatur kommen sollte, was die Mitbewerber als völlig unrealistisch bezeichneten.

Skoda Transportation produziert mit seinen rund 4000 Beschäftigten auch Strassenbahnen, Stadtverkehrs-Busse und Elektro-Loks.

Foto: Skoda Transportation

Text: © infopol.press